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OM MANI PADME HUM - Das Mantra des Mitgefühls

Was versteht man überhaupt unter „Mantra“?

 
Zu Beginn sollte wir den Begriff Mantra kurz erläutern. Der Begriff Mantra bedeutet übersetzt “Schutz für den Geist“. Im tibetischen Buddhismus gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Mantren, die sich aber in ihrer Bedeutung komplett voneinander unterscheiden. Ein Mantra besteht aus heiligen Silben, Worten oder ganzen Versen, die durch ständiges lautes oder leises Wiederholen eine stetige Kraft in uns aufbauen. Eine Mantra-Meditation gehört zu den gängigsten Entspannungstechniken. Durch das fortlaufende Wiederholen im gleichen Rhythmus entstehen zudem Klangschwingungen. Diese Vibrationen durchdringen den gesamten Körper bis hin zu unserem Innersten und werden dort zu Lebensenergie. 
 
 

Was steckt hinter dem Mantra?

 
Om Mani Peme Hum ist das Mantra des großen Bodhisattvas Chenrezig. Er gilt als Buddha des Mitgefühls und Schutzpatrons Tibets. Seinem Mantra wird eine reinigende Wirkung des Geistes zugeschrieben. Liebe und Mitgefühl haben somit die Kraft, alle Lebewesen zu erleuchten. Es hebt den Schleier, der sich über unseren Geist gelegt hat. Innere Heilung und eigene Regeneration keimen in uns auf. OM MANI PADME HUM ist somit eines der bedeutungsvollsten Mantras im Buddhismus.
 
Aus alten philosophischen Schriften geht hervor, dass dieses beliebte Mantra im 5. Jahrhundert nach Tibet überliefert wurde. Es gilt als die Quelle des universellen Wissens und der Weisheit der den Pfad zur Erleuchtung spiegelt. Wenn man das Mantra rezitiert, denkt oder singt, wird die kraftvolle Energie spürbar.
 
Unser Handeln kommt nun tief aus dem Herzen heraus und überfluten unsere Gedanken mit innerem Frieden und Gelassenheit. Die Kraft des Mantras unterstützt unser Streben, Gutes zu tun und die Erleuchtung zu erlangen. Genau das, was die Lehre Buddhas ausmacht.
 
 

Was bedeutet Om Mani Peme Hum?

 
Wörtlich übersetzt bedeutet Om Mani Peme Hung „Oh du Juwel in der Lotusblüte“: 

OM der Klang des Universums 
MANI Juwel 
PEME Lotusblüte 
HUNG (Hum) der Wunsch ein starkes Herz zu entwickeln 

Om steht für die umfassende Energie des gesamten Universums. Mani steht für Mitgefühl und Liebe und Padme (oder auch Peme) für die Weisheit. Die Silbe Hum (bzw. Hung) bezeichnet das Zusammenspiel von Methode und Weisheit. Dies bedeutet weitgehend, das die Energie des Universums auch auf die Erde übernommen werden kann.
 
OM: ist die heiligste Silbe und der Anfang fast aller Mantras. Sie trägt den sogenannten Urklang, aus dem alles entstand: das Universum, die Götter, das Sein.
MANI: bedeutet Juwel oder Perle. Dieses Zeichen der Weisheit hält Chenrezig auf Abbildungen in den gefalteten Händen.
PADME: steht für die Lotusblume. Eine voll erblühte Lotusblume – das Symbol für Reinheit – hält Chenrezig auf Abbildungen meist in der linken Hand.
HUM: repräsentiert die Gedanken aller Buddhas und steht bei den meisten Mantras am Ende (vergleichbar mit dem “Amen” in der christlichen Religion)
 
Auch die einzelnen Silben haben eine tiefere Bedeutung. Sie beziehen sich einerseits auf die sechs Geisteshaltungen: Weisheit, Sorgfalt, Großzügigkeit, Konzentration, Ethik und Geduld. 
  
Zum anderen entsprechen die sechs Silben den sechs Daseinsbereichen des Samsara, die auf dem Weg zur Erleuchtung überwunden werden müssen. Jeder Silbe wird eine eigene reinigende Wirkung nachgesagt.
  • OM: Bereich der Götter
  • MA: Bereich der Halbgötter
  • NI: Bereich der Menschen
  • PAD: Bereich der Tiere
  • ME: Bereich der hungrigen Geister
  • HUM: Bereich der Hölle
Sie soll uns symbolisch von dem Leid befreien, dass in den einzelnen Bereichen auf uns wartet:
 
OM: Befreit dich vom Stolz. 
MA: befreit dich von Eifersucht und Selbstgefälligkeit. 
NI: befreit dich von Leidenschaft und Begierden. 
PAD: Befreit dich von Dummheit und Vorurteilen. 
ME: Befreit dich von Gier. 
HUM: befreit dich von Aggression und Hass.
 

Wie wende ich das Mantra an?

Verwenden wir das Mantra beispielsweise in einer Meditation, haben wir verschiedene positive Effekte. Wir erfahren innere Gelassenheit, steigern das Wohlbefinden und unsere Aufmerksamkeit. Sobald wir uns zur Meditation niedergelassen haben, sollten wir unsere Gedanken von allen möglichen Störfaktoren befreien. Dabei kann es hilfreich sein, mehrmals tief ein- und auszuatmen und den Blick auf ein Bild oder eine Figur zu richten. Sobald der innere Ruhepunkt gefunden wurde, schließen wir die Augen und stellen uns die heilige und kraftvolle Energie als warme Lichtquelle vor. Sie reinigt das Karma, den Körper und den Geist. Sofort wird sich ein wohliges Gefühl einstellen, das auch in unserem Herzen spürbar ist. Nun sollte das Mantra anvisiert werden. Man kann die einzelnen Silben sowohl laut als auch leise im gleichbleibenden Rhythmus sprechen, singen oder denken. Langsam steigt das Gefühl von neuer Energie im Körper auf und erfasst alle Sinne.
 
Wir können das Mantra auch für uns persönlich als kraftvolles Bild malen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob man künstlerisch begabt ist, vielmehr steht hier der Prozess an sich im Mittelpunkt. Während der Phase des Malens rezitieren, denken oder singen wir das Mantra OM MANI PADME HUM und lassen so in das Bild sehr viel Mitgefühl einfließen. Es wird ein Kunstwerk entstehen, das eine sehr große Wirkung auf das Umfeld haben wird und die Energiequalität des gesamtes Raumes mit Wohlbefinden, Wärme und Kraft anreichert.
 
 

Fazit

 
Dieses Mantra kann uns und unsere Umwelt gezielt beeinflussen. OM MANI PADME HUM vereint alle Aspekte der Lehren Buddhas. Er lehrt verschiedene Wege, um die Ursachen von Leid zu umgehen oder sogar zu beseitigen. So ist es auch uns möglich, durch Anwendung des Mantras eine Reinigung unseres Geistes vorzunehmen. Sobald wir nach der Reinigung festgestellt haben in welchem Bereich sich unser persönliches Leid oder das unseres Umfeld befindet, können wir es tiefer betrachten und die Quelle entdecken. Nun ist es uns leichter möglich die Umstände dieses Leides zu beseitigen.

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